Er kam 2015 als unbegleiteter Minderjähriger ohne Ausweispapiere nach Deutschland und radikalisierte sich hier. Der Mann aus Somalia steht im Verdacht, Anschläge auf Polizisten geplant zu haben. Spezialkräfte der Bremer Polizei stürmen deshalb seine Wohnung und fanden dort mehrere Messer. Der Islamist war bereits polizeibekannt: 15 Eintragungen in den letzten vier Jahren, unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen terroristischer Organisationen zählen zu seinen Taten.
Die Sicherheitsbehörden waren daher alarmiert und stuften ihn als islamistischen Gefährder ein. Mehrfach mussten Gefährderansprachen durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Somalier rund um die Uhr observiert.
Nun wurde er ausgewiesen – und erhielt bei seiner Ausreise ein Handgeld in Höhe von 5.000 Euro.
„Der ganze Vorgang ist ein Skandal“, meint der Fraktionsvorsitzende von BÜRGER IN WUT, Jan Timke. Er kritisierte in der Innendeputation das Vorgehen der Behörden: „Einem gewalttätigen Islamisten, der Polizeibeamte töten wollte, noch 5.000 Euro in bar auszuhändigen, ist inakzeptabel. Der Staat macht sich damit lächerlich. Wir werden den Sachverhalt parlamentarisch aufarbeiten. So etwas darf sich nicht wiederholen“.
Die BIW will nun Akteneinsicht in den Fall haben. Außerdem wurde eine Anfrage an den Bremer Senat gestellt.

