Hundebesitzer in Bremen müssen sich warm anziehen. Während in manchen ländlichen Regionen Deutschlands die Hundesteuer fast vernachlässigbar ist, schlägt die Hansestadt bei der Abgabe kräftig zu. Mit 150 Euro pro Jahr für den ersten Hund liegt Bremen im bundesweiten Vergleich an der absoluten Spitze.
150 Euro pro Jahr: Bremen ist teures Pflaster
Der Bund der Steuerzahler hat die Zahlen für Niedersachsen und Bremen genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist ernüchternd für alle Bremer Vierbeiner-Fans. Während der Durchschnitt in der Region bei etwa 52 Euro liegt, verlangt der Bremer Senat das Dreifache. Nur Städte wie Hannover und Hildesheim ziehen mit Bremen gleich, während andere Gemeinden mit 15 Euro fast symbolische Beträge erheben.
Warum ist die Steuer so hoch?
Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer, über deren Höhe die Stadt Bremen selbst entscheidet. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass die Einnahmen nicht zweckgebunden in die Infrastruktur für Hunde, wie etwa mehr Auslaufflächen oder Kotbeutel-Spender, fließen. Für viele Bremer Haushalte wird die Haltung eines treuen Begleiters damit zu einem echten Kostenfaktor.
Die finanzielle Belastung trifft besonders einkommensschwache Familien, die sich trotz der hohen Abgaben für einen Hund entscheiden. Experten raten dazu, sich vor der Anschaffung eines Tieres genau über die lokalen Steuersätze zu informieren, da diese in den Umlandgemeinden oft deutlich niedriger ausfallen können.
Die Stadt Bremen rechtfertigt die hohen Sätze meist mit dem allgemeinen Haushaltsbedarf. Doch der Unmut unter den Haltern wächst, da die Gegenleistung der Stadt für die hohen Gebühren oft als unzureichend empfunden wird. Ob eine Senkung der Steuer in naher Zukunft zur Debatte steht, bleibt angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt jedoch mehr als fraglich.
